Immobilie verkaufen — Schritt für Schritt
Von der Wertermittlung bis zum Notartermin: Was Sie wissen müssen, um Ihr Haus oder Ihre Wohnung erfolgreich zu verkaufen.
Marktwert ermitteln
Der realistische Angebotspreis ist der wichtigste Erfolgsfaktor. Zu hoch angesetzt schreckt Käufer ab — zu niedrig kostet Sie bares Geld. Eine kostenlose Online-Bewertung auf Basis amtlicher Bodenrichtwerte (BORIS-D) gibt Ihnen eine fundierte erste Einschätzung.
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Für den Verkauf benötigen Sie: Grundbuchauszug (max. 3 Monate alt), Energieausweis (Pflicht!), Baupläne/Grundrisse, Flurkarte, bei Wohnungen: Teilungserklärung und Protokolle der Eigentümerversammlungen. Fehlende Dokumente verzögern den Abschluss um Wochen.
Exposé und Vermarktung
Professionelle Fotos sind Pflicht — schlecht beleuchtete Handybilder kosten im Schnitt 5–10 % Verkaufspreis. Wichtigste Plattformen: ImmoScout24, Immowelt, Ebay Kleinanzeigen. Ein Makler übernimmt Besichtigungen, Preisverhandlungen und Käuferprüfung — seit 2020 gilt das Bestellerprinzip (Verkäufer und Käufer teilen die Provision).
Kaufpreisverhandlung
Rechnen Sie mit einem Verhandlungsspielraum von 5–10 %. Kaufinteressenten werden versuchen, Mängel als Druckmittel einzusetzen. Lassen Sie ein unabhängiges Gutachten erstellen, wenn Unsicherheiten bestehen — das schützt auch vor späteren Gewährleistungsansprüchen.
Notartermin & Übergabe
Der Kaufvertrag muss notariell beurkundet werden. Kosten: ca. 1–1,5 % des Kaufpreises, trägt in der Regel der Käufer. Nach Beurkundung und Kaufpreiszahlung erfolgt die Eintragung im Grundbuch — erst dann ist der Verkauf rechtskräftig abgeschlossen.
Unsicher beim Verkaufspreis? Gutachter beauftragen
Lassen Sie ein unabhängiges Gutachten erstellen, bevor Sie in die Preisverhandlung gehen. Das schützt vor zu niedrigen Angeboten und vor späteren Gewährleistungsansprüchen — und gibt Ihnen eine starke Verhandlungsposition.
Wichtige Hinweise
Frühjahr und Herbst sind die besten Verkaufszeitpunkte — mehr Anfragen, kürzere Vermarktungszeit.
Spekulationssteuer: Wenn Sie die Immobilie weniger als 10 Jahre besessen haben und sie nicht selbst bewohnt haben, fällt Einkommensteuer auf den Gewinn an.
Vorfälligkeitsentschädigung: Haben Sie noch ein laufendes Darlehen? Klären Sie die Ablösegebühren mit Ihrer Bank, bevor Sie einen Preis festlegen.
Energieausweis: Seit 2014 ist er Pflicht — wer ihn nicht vorlegt, riskiert ein Bußgeld bis 15.000 €.
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